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Quelle: Aplus

Abführmittel - harmlose Arzneimittel?

Sie leiden an Verstopfung, die vielleicht begleitet ist von zusätzlichen Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Sie fühlen sich in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt, aber Sie sprechen nicht gern über Ihr Problem. Abführmittel sind generell ohne Rezept erhältlich, also fürchten Sie auch den Weg zum Arzt wegen dieser Bagatelle.
Sennesblätter, Aloe, Rhabarberwurzel (anthranoidhaltige Abführmittel) sind der Renner in der Selbstmedikation. Sie erscheinen unbedenklich, weil sie natürlicher Herkunft sind. Dies ist eine trügerische Tatsache. Gerade sie sind in den Verdacht gekommen bei regelmäßiger Anwendung, nicht nur die Darmschleimhaut zu schädigen, sondern auch krebserregend zu sein. Hinzu kommt die Gewöhnung des Darms an die Einnahme von Abführmitteln, aus dem Arzneimittel-gebrauch wird schnell ein Mißbrauch.
Nach einer drastischen Darmentleerung, die durch Abführmittel ausgelöst wurde, dauert es drei Tage bis der Darm wieder soweit gefüllt ist, daß ein Stuhldrang ausgelöst wird. Oftmals wird dies nicht beachtet und viel zu voreilig zur nächsten Tablette oder zum Zäpfchen gegriffen.
Ungeachtet ihrer Nebenwirkungen sind Abführmittel häufig Bestandteil sinnloser Diäten, um das Körpergewicht zu reduzieren. Auch ihr Einsatz in Blutreinigungstees gilt als sehr fraglich bzw. falsch.

Die weit verbreitete Meinung, daß täglich eine Stuhlentleerung notwendig ist, damit der Körper sich nicht selbst vergiftet, wird von Ärzten nicht geteilt. Vielmehr spricht man von Verstopfung, wenn
- der Darm seltener als dreimal in der Woche entleert wird
- der Stuhlgang mit Pressen verbunden ist
- die Menge des Stuhls zu gering ist und
- eine Arzneimitteleinnahme notwendig ist.

Da die Nebenwirkungen von Abführmitteln sehr bedenklich sind, sollten Sie vor Anwendung dieser Arzneimittel über eine Änderung Ihres Lebensstils und Ihrer Eßgewohnheiten nachdenken.

Wie kann ich meinen Darm in Schwung bringen?
1. Führen Sie vor dem Aufstehen für fünf bis zehn Minuten eine leichte Bauchdeckenmassage durch!
2. Trinken Sie morgens auf nüchternen Magen ein Glas Wasser! Auch Rhabarber-, Pflaumen- und Sauerkrautsaft sind geeignet.
3. Essen Sie Leinsamen in Form von Leinsamenbrot oder rühren Sie sich diesen in Joghurt ein! Milchsaure Produkte wie Buttermilch und Kefir regen die Verdauung an.
4. Auf Ihrem Speiseplan sollten unbedingt folgende Produkte regelmäßig erscheinen:
Vollkornbrot, -nudeln, -reis, Haferflocken, rohes Gemüse, Salat und Obst!
Diese Lebensmittel enthalten viele Ballaststoffe. Stellen Sie Ihre Nahrung auf diese gesunde Kost um, so führt diese anfangs zu Blähungen und Völlegefühl. Gönnen Sie Ihrem Körper ein paar Tage Zeit, sich daran zu gewöhnen.
5. Getrocknete Pflaumen, Äpfel, Datteln, Feigen, Rhabarber und Sauerkraut sind Nahrungsmittel, die in besonderem Maße Ihre Verdauunug anregen!
6. Vermeiden Sie stopfende Nahrungsmittel wie z.B. Zucker, Schokolade, Brötchen, Weißbrot und schwarzen Tee bis sich Ihre Darmtätigkeit wieder normalisiert hat.
7. Als sanfte Abführhilfe können Sie Milchzucker in Joghurt oder Getränke einrühren!
8. Vermeiden Sie Hektik, dabei wird der Stuhlgang unterdrückt.
9. Trainieren Sie regelmäßig den Gang zur Toilette!
10. Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft!

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