Goetheapotheke Magdeburg: Tipps

Tipp des Tages


Quelle: Aplus

Wundbehandlung

Es gibt viele verschiedene Arten von Wunden. Sie können durch äußere Gewalteinwirkung, durch Hitze, Kälte oder Strahlen sowie durch chemische und bakterielle Einflüsse entstehen. Und es gibt zahlreiche Faktoren, die die Wundheilung beeinflussen.
Jede Wunde ist eine direkte Verletzung der Haut, des Organs, das unseren Körper vor der Umwelt schützt. Sie hat wie kaum ein anderes Organ die Eigenschaft, sich zu regenerieren. Offene Wunden können demzufolge von selbst abheilen, vorausgesetzt, der körpereigene Heilungsprozess wird nicht gestört.

Schürfwunden
Sie betreffen lediglich die Oberhaut (Epidermis) und sind oberflächlicher Art. Die darunter befindliche Lederhaut bleibt unverletzt. Wunden heilen meist ab ohne Narben zu hinterlassen. Schmutz am besten mit klarem Wasser vorsichtig entfernen. Danach die Wunde mit einer fertigen Lösung aus der Apotheke desinfizieren. Wird eine Wundauflage gewünscht, dann einen transparenten Hydrokolloid-Verband auflegen.

Hautblasen
Durch Druck oder Reibung hebt sich die Oberhaut ab. Es entsteht ein Holhlraum, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Große Blasen können mit einer sauberen Nadel punktiert werden, wobei die Oberhaut als biologischer Wundverband nicht entfernt werden sollte. Aufgerissene Blasen mit einem Blasenpflaster abdecken.

Schnittwunden
Sie können sehr tief sein und alle Hautschichten verletzt haben. Auch innere Körpergewebe können betroffen sein. Deshalb je nach Wundtiefe die Bewegungsfähigkeiten und die Durchblutung überprüfen. Nach vorsichtiger Reinigung sollten die Wundränder mit einem Klammerpflaster zur Erleichterung der Wundheilung fixiert werden.

Stichwunden
Die äußeren Schädigungen sind oft nur klein. Sie können aber sehr tief sein. Deshalb muß damit gerechnet werden, daß unter der Haut Gefäße, Nerven oder Organe verletzt wurden und sich Infektionskeime in der Wunde befinden. Aus diesem Grund bei tieferen Wunden immer an einen Arzt verweisen. An eine Tetanus-Impfung denken!

Biss-, Kratz-, und Risswunden
Sie sind oft mit Bakterien besiedelt und erfordern besondere Behandlungsmaßnahmen, da beispielsweise über den Speichel auch gefährliche Gifte übertragen werden können. Bei einem Tierbiss in einem tollwutgefährdeten Gebiet ist eine Tollwutimpfung unbedingt erforderlich! Zerfetzte und gequetschte Wundränder werden mit einer Wundausschneidung vom Arzt versorgt. Bei Kratzwunden stehen Reinigung und Desinfektion im Vordergrund.

Quetschwunden
Sie entstehen meist durch stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch einen Schlag oder Stoß. Quetschwunden zeigen oft ausgedehnte Gewebszerstörungen, zerfetzte Wundränder oder Wundtaschen. Sie sind stark infektionsgefährdet und heilen oft nur schlecht. Reinigung und Desinfektion der Wunde sind deshalb vorrangig.

Wunden, hervorgerufen durch Hitze oder chemische Stoffe
Je nach Dauer und Ursache der Verletztung kommt es zu Gewebszerstörungen unterschiedlichster Schwere. Brandwunden, Verblitzungen durch Laser, Säure- oder Laugenverätzungen aber auch der Sonnenbrand zählen hierzu. Fließendes, kaltes Wasser zur Schmerzlinderung bzw. zur Neutralisation sind die erste Maßnahme bei Brandwunden und Verätzungen. In schweren Fällen immer an einen Arzt verweisen!

Tipp für den Notfall
Für alle stark verschmutzten und infektionsgefährdeten Wunden gilt als Erstes: Reinigung, Wundspülung und Desinfektion! Ist eine aufgetretene Blutung gestillt, dann die Wunde mit einer keimfreien Wundauflage bedecken-im Notfall tut es auch ein saubres Taschentuch. Setzt nach Tagen die Gewebe-Neubildung ein, helfen Panthenol-haltige Salben, die Wundheilung zu unterstützen.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre "Wundbehandlung", die Sie kostenlos in der Apotheke erhalten.

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